Es gibt auch gutes

Ich möchte nicht den Eindruck erwecken dass alles scheiße ist, denn es gibt auch gutes 🙂

Zwar hatte unser Hund Kimon seit dem Umzug 2 Krampfanfälle, einen ein paar Tage nach dem Umzug und einen drei Monate später, aber wir haben diese beängstigenden Situationen gut gemeistert. Und wir wissen nun dass sehr wahrscheinlich sein „Stressmagen“ die Anfälle auslöst, er ansonsten top gesund ist. Deswegen bekommt er jetzt seit geraumer Zeit CBD Tropfen und die tun ihm unwahrscheinlich gut 🙂

Wir haben hier richtig viele sehr schöne Gassi-Runden, abwechslungsreich von der Länge und der Landschaft. Es gibt Routen auf denen wir die Berge bei gutem Wetter sehen können, Routen die wir liefen wenn uns danach war Mäusbussarde oder Pferde zu beobachten. Es gibt Routen mit wunderschönem uralten Baumbestand, herrlich um stehen zu bleiben und die größe, das Alter und die Anmut dieser Bäume zu bestaunen.

Die Menschen hier an unserem neuen Wohnort sind ausgesprochen nett. Wir haben beim Gassi gehn in den 4 Monaten hier schon mehr kurze Gespräche mit anderen Hundebesitzern geführt als in den 7 Jahren an unserem alten Wohnort.

Die Hausgemeinschaft ist super freundschaftlich, es wird immer gefragt wie es uns geht wenn uns im Treppenhaus jemand begegnet und von den 12 Parteien wissen die 3 anderen die im EG wohnen von unserer Erkrankung. Also nicht der DIS aber der kPTBS. Und dass wir deswegen berentet sind. Und niemand schaut uns deswegen doof an. Die Nachbarn haben nicht mal doof geschaut als ich berichtete, dass sie sich drauf einstellen müssen, demnächst einen anderen Namen an Briefkasten und Klingel zu sehen, weil unsere Namensänderung bald durch sein müsste. Und völlig unkompliziert reden sie uns jetzt schon auf unseren Wunsch hin mit dem neuen Ausweis-Vornamen an.

Der Garten hatte keinen Zaun, war links und rechts vom Nachbargrundstück durch jeweils 8 Büsche getrennt, die für Kimon null Hinderniss darstellten. 2 mal ist er mir Nachts ausgebüxt als ich die Zu-Bett-geh-Zigarette auf der Terasse rauchte und ich musste ihn mit Taschenlampe in der Nachbarschaft suchen und hoffte, man würde mich nicht für einen Einbrecher halten.
Das hab ich meinem Nachbarn links erzählt, der daraufhin eine whatsapp-Gruppe mit dem namen Zaun einrichtete und ich konnte dort allen mitteilen, dass es mir wichtig wäre diesen Herbst noch den Zaun zu bekommen, damit ich Kimon nicht ständig anleinen muss im Garten. Alle hatten Verständnis und wir diskutierten gemeinsam in der Gruppe, wer welchen Zaun bevorzugt und wir einigten uns auf einen Staketen-Holz-Zaun.
Der Nachbar rechts bestelltde den Zaun für alle gemeinsam und um den Zaun aufzustellen, mussten die Büsche versetzt werden. Wir haben unsere Büsche versetzt und den Nachbarn geholfen ihre Büsche zu versetzen, dafür haben die Nachbarn meinen Zaun aufgebaut 🙂
Das war eine tolle Gemeinschaftsarbeit, die richtig Spaß gemacht hat.

Das war vorher……
das ist die rechte Seite jetzt 🙂
und das die linke Seite 🙂
Kimon fühlt sich sauwohl
und regelmäßig leckeres Essen gibt es auch

Wir fühlen uns wohl hier, die Gartenarbeit erdet uns total, da sind wir im hier und jetzt und alles andere für die Dauer der Arbeit weit weg.

Und obwohl es im Innen ja doch immer wieder mächtig tobt und einiges los ist, konnten wir unsere Bedarfsmedikation um 2/3 bis 3/4 reduzieren, je nachdem wie der Monat halt grade ist. Und wir reduzieren langsam Medikamente von denen wir eh keinen nutzen verspüren, schön langsam. Und das macht ein gutes Gefühl zu wissen, dass wenigstens ein Teil des giftes welches wir unserem Körper zumuten, nun reduziert wird.

Also, ja, es gibt auch viel gutes!

5 Kommentare zu „Es gibt auch gutes

  1. Das ist unfassbar schön zu lesen, dass so große Gemeinschaftsprojekte realisiert werden können und das einfach weil einer/e – hier ihr vielen – es leichter hat. ❤
    Der ist ja zum Verlieben der Kimon. Und bei dem Bild vom Teller, merken wir, dass einige Appetit bekommen 🙂

    Gefällt 1 Person

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