Wenn „Innen“ schützen wollen in die Hose geht…..

In der letzten Zeit ist unser System ja ziemlich dissoziativ unterwegs. Viel bekomme „ich“ als Außenperson gar nicht wirklich mit. Es ist gerade viel in Aufruhr bei uns, viel in Bewegung, viele Erinnerungen, fiese aktive Täterintrojekte und im außen eine ungeklärte Situation mit unserer ehemaligen Kliniktherapeutin die für viel Misstrauen unserer jetzigen Therapeutin gegenüber sorgt.

Und dann auch noch ungünstige Verkettungen von……naja, „ich“ weiß jetzt nicht so genau wie ich es audrücken soll, denn „Zufall“ ist irgendwie nicht der richtige Begriff….

Gestern: durch Taterintrojekt Hass und die dadurch erzeugten Ängste im System war gestern eine Kleine sehr aktiv. Die Hospitalisierte, die stundenlang schaukeln kann mit dem Daumen im Mund. Sie schreit nach der Mama, die aber nie kam um sie zu trösten, so dass ihr zu Selbstberuhigung nur das ständige schaukeln blieb. Und sie hängt im damals fest.

Eine andere aus dem System interpretiert aufgrund dieser ungeklärten Kliniktherapeutin-Situation nun Dinge in die Worte und das Verhalten unsere jetzigen Frau Therapeutin, die so reel nicht stattgefunden haben. Sie will schützen. Vor weiterer Verletzung und Enttäuschung und dem „nicht-so-angenommen-werden-wie-wir-sind“

Und dann haben wir noch unseren „Metzler“, der wenn er Ablehnung in irgendeiner Form wahr nimmt die tollsten Bilder hat von wie er den Körper mit dem Messer bearbeitet und sich so richtig austobt. Diese Bilder ängstigen natürlich wieder Kleine und Jugendliche im System……

Blöde Teufelskreisläufe 😦

Gestern also traf alles irgendwie so richtig blöd aufeinander. Auf jeden Fall wollte die Schützende nicht dass wir Frau Therapeutin um einen Anruf bitten und verdrängte „mich“ ständig, so dass „ich“ aufgrund dissoziativem „nicht-mitbekommen“ Handlungsunfähig war. „Ich“ bekam Co-Bewusst nur mit dass die Kleine schaukelte und sich auch nicht von „mir“ beruhigen ließ.

Und dann fehlt. Fehlt viel Zeit. Und es klingelte irgendwann das Telefon. Zuerst hat das Handy geläutet, was ich aber nicht mitbekam. „Ich“ realisierte irgendwann das klingeln unseres „VIP“-Telefons, dessen Nummer nur ganz wenige speziell ausgesuchte Menschen haben. Und irgendwie schaffte ich es, ran zu gehen.

Und ich hörte nur eine Stimme sagen „legen Sie bitte das Skalpell aus der Hand“ und war völlig verwirrt.

Und dann sah ich die scheixxx! Der „Metzler“ hatte begonnen seine Phantasien in die Tat umzusetzen. Irgendjemand wollte Frau Therapeutin um Hilfe bitten und durfte nicht, weil die Schützende der Überzeugung war dass Frau Therapeutin irgendwie genervt oder ablehnend reagieren würde. Das löste eine Kettenreaktion aus, die zu einem für uns, vor allem für unseren Körper, ein unschönes Ende fand.

Das „schützen-wollen“ ging voll in die Hose!

„Ich“ weiß nun nicht wie damit umgehen. Die körperlichen Wunden sind versorgt, schmerzen und brennen. Und im Innen herrscht Aufruhr und Angst.

Wie zum Geier ist es möglich solche Teufelskreisläufe, solche Kettenreaktionen zu stoppen? Zu durchbrechen? Vor allem wenn es Innens gibt die dafür sorgen dass „ich“ gar nichts mitbekomme?

Gibt es irgendeinen „Trick“ um verhindern zu können dass man von einer Innenperson so dermaßen rausgekickt wird dass solche Dinge geschehen können? Die für das System und den Körper alles andere als hilfreich sind?

Wieso wird Gewalt vom eigenen System so fortgeführt wie es damals die Täter taten? Zwar mit anderen Mitteln aber es ist und bleibt Gewalt? Warum wendet unser System uns gegenüber solche Gealt an? Haben wir nicht genug Gewalt erlebt? Muss das „so“ fortgeführt werden?

Wenn ihr Ideen habt, egal was euch dazu einfällt, „ich“ bin dankbar über jeden Kommentar…..

2 Kommentare zu „Wenn „Innen“ schützen wollen in die Hose geht…..

  1. Hey, kann deine Verzweiflung gut verstehen! Ich fühle mich demgegenüber auch oft machtlos! Mein neuester Versuch ist der, dass ich nach innen sage, dass ich weiß, dass alle Anteile nur helfen wollen, denn sie haben sich ja gebildet um das Überleben zu sichern. Dann erkläre ich, dass Hilfe heute aber anders aussieht und dass sie mir jetzt mehr helfen würden, wenn sie sich mal ein bisschen zurücklehnen und die Füße hochlegen. Manchmal wird es ruhiger in dem Moment, wenn ich als Alltagsperson signalisiere, dass ich sie als zugehöriger Teil des Systems anerkenne.
    In Hochstressphasen und unter starker Triggereinwirkung fuktioniert das leider nicht immer, da versuche ich es dann einfach nur mit einem „Notfall-Stopp“! Alle sollen jetzt sofort aufhören das zu tun, was sie gerade tun! Und dann bitte ich Gott, dass er inneren Frieden zwischen allen Parteien schenkt und jedem genau das gibt, was er gerade braucht!
    Joa, das ist das Einzige, was ich dir grad raten kann. Bin auch noch auf Lösungssuche…
    Liebe Grüße!

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