Der „Mutter“Tag als Kind und als Mutter

„Ich“ möchte meinen Senf da jetzt doch auch noch dazugeben nachdem ich den Post eben bei Lunis las……

Ja! Jeder der das erlebte, was wir erlebten oder auch nur Ansatzweise das erlebt hat, jeder der eine grausame, unemphatische, wegsehende „Mutter“ hatte oder eine die selber aktive Täterin war oder auch Mittäterin……ja, ein jeder hat das Recht diesen Tag zu „verfluchen“, beschimpfen, die „Mütter“ zu verfluchen und zu beschimpfen!

ICH als Kind einer ebensolchen „Mutter“ gehe da voll mit euch allen…..

Jedoch…….

Ich bin selber „Mutter“. Und obwohl viele „Mütter“ die unter solch schmerzvollen Bedinungen wie oben genannt aufgewachsen sind, ist es MIR gelungen (wie auch immer) eine „gute Mutter“ zu sein. Und ich freue mich darüber wenn meine Kinder an diesem Tage kurz zeigen dass sie an mich denken.

Dazu bedarf es weder persönliche Besuche, noch irgendwelche Geschenke oder per Fleurop überbrachte Blumen oder so irgendetwas…..das braucht es alles nicht! Es braucht auch kein „Danke dass du immer für uns da warst“ oder „Danke für alles was du für uns getan hast“ oder gar ein „Danke dass du für uns auf so vieles verzichtet hast“…..auch das braucht es nicht!

Eine whatsapp in der steht „Hey, alles Gute zum Muttertag“ und dahinter (zu meiner Überraschung, der Typ ist er nämlich normalerweise nicht) eine rote Rose,……-wie ich sie von meinem Sohn erhalten habe, das freut mein „Mutterherz“. Oder ein Anruf meiner Tochter, vorrangig weil mein behinderter Enkel krank ist und sie wissen wollte ob sie mit ihm besser in die Klinik fahren sollte und dennoch ein „ach übrigens, alles Liebe zum Muttertag“ dazwischen warf, das freut mein „Mutterherz“ noch viel mehr, weiß ich doch wie sehr sie sich in jenem Moment um ihr eigenes Kind gesorgt hat.

Deswegen ist „dieser“ Tag für mich/uns ein sehr zwiespältiger Tag.

Denn aus der Sicht des Kindes verfluchen und beschimpfen wir sowohl den Tag als auch die „Mutter“.

Doch aus der Sicht als „Mutter“ freu ich mich halt doch über ein Sinngemäßes „wir wissen was heute für ein Tag ist und wir denken grad an Dich“…….

Das wollte jetzt unbedingt noch aus „mir als Mutter“ raus. Sorry wenn das einige vielleicht blöd finden…..

9 Kommentare zu „Der „Mutter“Tag als Kind und als Mutter

  1. Ich finde es nicht blöd! Meine Mutter ist auch unter schlimmen Umständen in einem furchtbaren Elternhaus aufgewachsen und sie hat es geschafft, es anders zu machen. Sie ist für mich eine gute Mutter. Sie hat es geschafft, nicht so zu werden, wie ihre Mutter und dafür bin ich dankbar und sehr stolz auf sie. Du darfst auch stolz auf dich und deine Kinder sein!

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  2. Erstens ist es dein Blog und du kannst schreiben was immer du willst und zweitens ist es nicht blöd.
    Und ja da hast du vollkommen Recht,es ist ein zwiespältige Tag. Auch ich hab mich sehr über ein „ich wünsche dir einen schönen Muttertag “ von meinem großem Sohn gefreut. Und auch darüber das meine anderen, die noch zu Hause wohnen, mir einfach mal nebenbei einen Kaffe machten und ihn mir auf den Balkon brachten mit den Worten … ach ja , einen schönen Muttertag. Und sie mir sogar einen Kuss auf die Wange drückten( obwohl das in ihrem Alter voll peinlich ist)
    Ja so etwas freut mich dann auch. Heißt es doch, das ich wohl doch nicht alles falsch gemacht habe.

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  3. Ich frage mich nach dem Lesen, was das jetzt unbedingt mit uns zu tun hatte, dass du dich berufen fühlst, das zu schreiben.
    Als hätten wir als einzige das Sakrileg begangen, die Mutter zu verfluchen, die wir hatten und mit ihr all jene, die so ähnlich ticken.
    Das war jedenfalls kein Schuh, den sich eine Mutter anziehen muss, die den Namen zu Recht trägt.
    Liebe Grüße

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    1. Liebe Lunis,
      ich glaube nicht das Madita euch anprangern wollte. Also wir haben es einfach so aufgefasst, das es eben eine Darstellung ist, wie zwiegespalten sie an diesem Tag ist. Aber vielleicht hat gerade dein Herr Goldwaage gelesen?

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      1. Genau Seelensplitter. Und dieser Zwiespalt wurde erst nach Lunis Beitrag greifbar weil sie von allen die sich über den „Muttertag“ und die entsprechenden „Mütter“ ausgelassen haben diese Emotion der abrundtiefen nicht spüren wollenden Verzweiflung eine solch beschxxx Mutter gehabt zu haben und dem Hass oder der extremen Wut auf sie einfach am besten rübergebracht haben. So dass dieser Zwiespalt in dem wir steckten gestern für uns erst richtig greifbar wurde.
        Sollte Herr Goldwaage gelesen haben so hoffe ich sehr dass er jetzt wieder liest und mitbekommt dass dieser Beitrag für uns eine Hilfe war und keine Kränung.

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    2. Oh bitte ich möchte nicht dass sich von euch jemand angegriffen fühlt. Ja es haben mehrere geschrieben dass sie den Tag sowohl auch die Mutter verwünschen. Und es gab bei uns ein Gefühl dazu das wir nicht greifen konnten. Der oder diejenige von euch der/die den Beitrag geschrieben hat, hat die Emotion, die Emotion der Wut und der absoluten Ablehnung einfach für uns so gut rübergebracht dass es plötzlich greifbar wurde was uns unterschwellig den ganzen Tag über immer mal wieder beschäftigte. Weil es genau diesen extremen Unterschied zwischen dem Wunsch der „Mutter“ ein „ich hasse dich dafür“ oder wie ihr es so treffend geschrieben habt „fick dich!“ entgegen zu schleudern und doch gleichzeitig die andere Seite von „mir“ als Mutter die sich halt doch freut wahrzunehmen. Bitte nehmt den Verweis auf euren Blog nicht als etwas negatives auf, im Gegenteil. Denn ihr wart es die uns geholfen haben das greifen zu können was zu schreiben dann ein Bedürfnis war. Und als Kind gehe „ich“ mit eurem „fick dich“ total mit und bewundere dass ihr es so deutlich auf den Punkt bringen konntet, denn „ich“ hätte mich das nicht getraut.
      Ihr habt uns geholfen gestern, nicht uns verärgert, geholfen habt ihr uns und deswegen der Hinweis auf euern Blog.
      Danke, dass ihr es so gut auf den Punkt gebracht habt.
      Liebe Grüße zurück

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  4. Hätte ich auf den Blogs nicht gelesen, dass Muttertag ist, wäre der Tag wohl unbemerkt an mir vorbei gezogen… Ich habe keine Gefühle bzgl dieses Tages. Klar gibt es Gefühle meiner Mutter gegenüber, aber mein Gehirn scheint die nicht mit diesem Tag zu verbinden… Warum sollte ich mich am Muttertag mehr aufregen über das, was mir angetan wurde, als an anderen Tagen?! (Meine Meinung dazu)

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