BbdM Mai 2019: Helfernetzwerk

Ein sehr spannendes und umfangreiches Thema. Denn eigentlich müsste ich ja von zwei Helfernetzwerken berichten.

Das Helfernetzwerk dass ich in BaWü hatte und jetzt das hier in Bayern. Das in BaWü könnte ich rein theoretisch auch weglassen, aber es gibt doch ein paar wenige Verknüpfungen zu meinem Helfernetzwerk hier in Bayern…..also denke ich werde ich chronologisch vorgehen…..

  • Zusammenbruch 2011 wohnhaft Ba-Wü, Täter-Bundesland
  • Bogeschießverein—> Freunde A+M sowie G+A, Y+M und E
  • Hausärztin S
  • Psychiaterin
  • Burnout-Forum —> Freundin C und Si und Freunde TH+K, sowie Ti und Al und ein paar Bekannte…..
  • Therapeutin K
  • Klinik Pfalz
  • Kinder

Die Hausärztin S nahm die Lage nicht ernst. Über G+A vom Bogenverein kam ich an Hausärztin I, die war echt super, pragmatisch und engagiert. Die Psychiaterin taugte auch nix. Über Hausärztin I und mit Hilfe von Freundin Si aus dem Forum kam ich dann zu einem Psychiater der einfach nur gut war. Freundin C bot mir immer wieder tageweise Unterschlupf hier in Bayern wenn ich es zu Hause nicht mehr aushielt. Ebenso Freundin Si die ebenfalls in Bayern wohnt.

Die Freunde aus dem Bogenverein kümmerten sich um meine Kinder als ich die 2x in der Pfalz in der Klinik war, ansonsten waren sie der Meinung dass ich als starke toughe Frau ja nun mal endlich wieder in die Pötte kommen müsse. Therapeutin K machte nur Alltagsstabilisierung, Trauma konnte und wollte sie nicht, dafür schickte sie mich in die Klinik in der Pfalz die dann aber auch recht schnell sagten dass sie nicht die richtige Klinik für mich wären, mein Krankheitsbild wäre zu schwierig.

Die Kinder machten sehr viel im Haushalt wenn ich nicht in der Lage dazu war. Und da es unmöglich war einen ambulanten Traumatherapeuten zu finden und die Situation für mich immer unerträglicher wurde, zumal mein AG mir dann auch noch kündigte, ermunterten meine Kinder mich dazu nach Bayern zu ziehen und unterstützten mich dabei. Ich fand eine Wohnung im Ort in dem Freundin C aus dem Burnout Forum wohnte.

Die Freunde Th+K sowie Si und Al aus dem Forum halfen mir eine Abfindung von meinem AG zu erstreiten vor dem Arbeitsgericht. Dieses Geld nutzte ich dann um den Umzug nach Bayern zu realisieren.

Helfernetz in Bayern

  • Freundin C, die mich mit zu ihrer Hausärztin nahm die seitdem auch meine Hausärztin ist und die mich alle 6 Wochen sehen will um auf dem laufenden zu bleiben was die Psyche anbetrifft.
  • Freundin C begleitete mich anfangs zu allen Behörden und Ärzten und erledigte alle Telefonate für mich weil ich nicht mehr telefonieren konnte. Zudem sorgte sie dafür dass ich in Klinik W einen Platz auf der Traumastation bekam. Insgesamt war ich 5x in Klinik W
  • Freundin Si nahm mir Schriftkram mit Behörden ab und organisierte mir einen Psychiater, der anfangs recht gut war.
  • Ambulante Therapie bekam ich über das Kostenerstattungsverfahren in der Privatambulanz in Klinik W, die nur 10 km von meinem Wohnort entfernt ist.
  • Ich beantragte eine gesetzliche Betreuung die von dort an alles was Ämter und Behörden betraf für mich regelte.
  • Freundin C lud mich immer wieder zum Essen ein, nahm mich auch mal mit ihrer Familie mit in den Urlaub und sorgte dafür dass ich mich nicht komplett in meiner Wohnung verschanzte und nicht mehr herauskam.
  • Freundin SI brach nach meinem 3ten Klinikaufenthalt in Klinik W weg, ich weiß bis heute nicht weshalb.
  • Dafür lernte ich in meinem ersten Klinikaufenthalt in Klinik W meine Seelenfreundin T kennen. Diese Freundschaft ist echt ein Geschenk des Himmels und gibt es vielleicht nur 1 oder 2 mal in einem Leben. Wir verstehen uns auch ohne Worte und sind in Notsituationen immer füreinander da, obwohl sie in BaWü lebt, 200 km entfernt.
  • ambulante Thera aus Klinik W wurde schwanger, mit ihrer Nachfolgerin passte es einfach nicht, so dass ich von Kliniktherapeutin an jetzige Frau Therapeutin verwiesen wurde.
  • Frau Therapeutin nach 9 monatiger Wartezeit seit 9/2017 meine ambulante Therapeutin und diejenige die als einzige die DiS realisierte obwohl sie zuvor noch nie mit DIS Patientinnen zu tun hatte. Mega engagiert. Ein 6er im Lotto diese Frau.
  • Seit 5/2018 Psychiaterin da voriger Psychiater plötzlich nicht mehr ging. Ich konnte nicht mehr mit ihm.
  • Seit August 2018 Ergotherapeutin S, absoluter Glücksgriff, tolle engagierte junge Frau. Einfach nur Glück gehabt 🙂
  • Seit September 2018 Logopädin F, auch so ein Glücksgriff, auch von unschätzbarem Wert.
  • Im letzten Klinikaufenthalt mit Hilfe von Co-Therapeut mehrere Zahnärzte aufgesucht bis ich tatsächlich einen gefunden habe der bereit war die umfassende Zahnsanierung durchzuführen in vollnarkose und mir niemals das Gefühl gab oder gibt dass ich mich anstelle weil es mir Traumabedingt jahrelang nicht möglich war zum Zahnarzt zu gehen. Somit also Zahnarzt S auch im Helfernetzwerk
  • Aufgebaut werden soll jetzt noch Reittherapie und regelmäßige Physiotherapie bei IP und evtl Osteopathie oder KBT. Da kommt es aber drauf an inwieweit das OEG da mitgeht.

Zeitweise hab ich noch in einem Gospelchor hier mitgesungen, aber da die Panik vor Auftritten die ich mitsingen sollte so groß war und noch ist bin ich da wieder raus. Aber meine Thera und meine Logo arbeiten daran dass ich da wieder hingehe und dann auch die Auftritte mitsinge.

Achja und seit Februar 2017 habe ich Pflegegrad 2, somit Anspruch auf eine Haushaltshilfe, derer mir nun schon 3 weggebrochen sind und ich hoffentlich in Kürze eine neue haben werde.

Ja, so sah, bzw so sieht mein Helfernetzwerk aus……

Einen ganz wichtigen Helfer darf ich nicht unterschlagen und das ist mein treuer Hund Kimon, den ich im September 2015 aus dem Tierheim bei mir aufnahm. Genauso traumatisiert wie ich. Wir therapieren uns gegenseitig und er ist aus meinem Leben nicht mehr weg zu denken auch wenn in Krisenzeiten Stimmen laut werden dass Kimon woanders viel besser aufgehoben wäre als bei mir. Glücklicherweise gibt es dann aber ganz ganz viele aus meinem Helfernetzwerk die mir erklären dass Kimon mich brauch und ich ihn brauche und dass auch er und ich füreinander einfach ein Geschenk des Himmels sind.

So, nun bin ich gespannt was ihr so für Helfernetzwerke habt, wie sie entstanden sind, wie ihr dazu gekommen sei usw…….

7 Kommentare zu „BbdM Mai 2019: Helfernetzwerk

  1. Toll! Ich finde es super, was du da auf die Beine gestellt hast und dass du für gute Unterstützung gesorgt und gekämpft hast. Toll auch die wertvollen Freunde. 🙂 Es ist wohl ein Zusammenspiel aus all den kleineren und größeren Faktoren. Ich finde das sehr aufbauend zu lesen!

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  2. Ich freue mich auch für dich, dass so gute therapeutische Helfer gefunden hast! Das ist ja auch nicht immer leicht, da das passende Puzzlestück zu finden! Und ich wünsche dir, dass du auch im sozialen Umfeld bald noch mehr passende Puzzleteile findest!

    Gefällt 2 Personen

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