Mammutbäume

In Rheinland-Pfalz gibt es in der Nähe von Landau Mammutbäume. Ich glaube die einzigen die in Europa wachsen, sicher bin ich mir jedoch nicht. Ich weiß aber definitv dass es in einem Park einen Mammutbaum gibt der mehrere hundert Jahre alt ist. Eigentlich gibts die ja nur irgendwo in USA. Und eben in der Pfalz.

Ich habe diese Mammutbäume mehrfach umarmt, ja ich weiß, hört sich albern an. Aber mal abgesehen von der imposanten Größe eines solchen Baumes und des beeindruckenden Umfang seines Stammes (für jenen brauchte es 6 Erwachsene Menschen die sich bei den Händen nahmen um einmal um den Stamm rum zu kommen), so ein Mammutbaum hat eine fast weiche, flauschige Rinde. Und die Rinde ist warm, von innen heraus warm. Und wenn man die Handflächen auf den Stamm legt und die Augen schließt und sich konzentriert,…..dann kann man die Energie die durch diesen Baum fließt spüren. Eine weiche, gleichmäßig pulsierende Energie…….

Nein, ich bin nicht mit Tavor abgeschossen und hab auch kein Radler heut abend getrunken. 😉

Frau Therapeutin hat uns vor einigen Stunden per Telefon in eine Entspannungshypnose geführt weil der Tag heute so extrem bescheiden war. Und sie wollte wissen, wo ich heute gerne mit meinen Scherben hin gehen möchte. Meistens suche ich einen Ort aus den ich tatsächlich kenne, der eine besondere Bedeutung für mich hat und interessanterweise ist es fast immer Natur. Ob Ostsee, Berggipfel die ich bestiegen habe, Berge die ich beklettert habe, Wälder, Wiesen……es ist so gut wie immer Natur.

Der Wald hinter unserem Grundstück wo ich als kleines Kind wohnte, der hat mir so oft das Leben gerettet. Joshi weiß nicht von ungefähr so viel über Bäume, Tiere und Pflanzen obwohl er erst 4 Jahre ist.

Die Sonne wärmte meine Haut und manchmal auch meine Seele wenn zu Hause mal wieder Tiefkühltemperaturen herrschten.

Der Wind, der sanfte Windhauch das einzige Streicheln dass ich jahrelang kannte. Die Farben des Regenbogens lange die schönsten die ich kannte und nie besaß.

Heimlich aus dem Garten gerupfte Karotten und Zwiebeln, notdürftig in der Regentonne gewaschen oft das einzige was ich zu essen hatte. Ich wäre so manches mal gestorben für eine Scheibe trockenes Brot mit etwas draufgeträufeltem Essig, der inbegriff alles Leckeren eine ganze Weile lang…

Ja, und heute in der Hypnose wählte ich den Mammutbaum. Dieses riesengroße Ungetüm mit einer so dermaßen sanften Ausstrahlung. Einer Kraft und Stärke die Halt gibt und doch gleichzeitig so unglaublich weich und flexibel um nicht zu brechen wenn stärkerer Wind aufkommt. Dieser majestätische Baum.

Und ich lehnte an ihm, mit dem Bauch an seinem Stamm, die Handflächen auf den Stamm gelegt und ein Ohr am Stamm klebend. Ich fühlte die weiche Erde zwschen den Wurzeln die sich in die Erde schieben, ich hörte das Rauschen der Wipfel im Wind, das Klopfen des Spechtes an seinem Stamm.

Ich fühlte diese weiche kuschelige Rinde und das pulsieren der Energie in meinen Handflächen…..

Frau Therapeutin fragte, wenn ich mir nun so vorstelle bei diesem Mammutbaum zu sein und daran denke was gestern und heute gewesen ist den ganzen Tag, was mein Impuls wäre, was ich gerne tun würde.

Und ich sagte ich würde den Baum schlagen und treten und anschreien wollen, den ganzen schmerz, die ganze Verzweiflung und Ohnmacht, all dies gegen den Baum hämmern und treten und ihn anschreien,

Frau Therapeutin meinte „Madita, sie fragen ja bevor sie einen Berg besteigen oder beklettern immer zuerst den Berg ob er sie an diesen Tage gesund rauf und auch wieder runter lässt,……wenn sie den Mammutbaum jetzt fragen würden ob sie all ihren Schmerz und ihre Verzweiflung bei ihm abladen dürfen indem sie ihn schlagen oder treten, was würde der Baum antworten?“

Der Baum würde antworten dass ich all das bei ihm abladen darf indem ich mich einfach nur an ihn anlehne und ihn fühle… „Was für ein weiser Baum“ sagte Frau Therapeutin und dann heulte ich wie ein Schlosshund, Warum? Weil mir in diesem Moment so dermaßen bewußt wurde dass dies jahrzentelang die einzige Form bedinungsloser Liebe war die ich kennen gelernt habe, die von Bäumen, Seen oder Bergen.

3 Kommentare zu „Mammutbäume

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